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Das Spiel- & Sportfest der 5. Klassen 2004
Am 28. Oktober verwandelte sich das Schulgebäude in einen ?Bewegungspark?!
In einem mehrstündigen Vielseitigkeitswettbewerb traten alle acht fünften Klassen des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums gegeneinander an. Dabei wurden Dosen geworfen, Nägel in eine Langbank geschlagen, Medizinbälle in einer Schubkarre durch eine Hindernisbahn manövriert, Bälle mit einem Schwungtuch über eine Schnur geschleudert, Ringe auf einen Stab geworfen und auf die Torwand mit Fußbällen geschossen. Zudem gab es eine Basketball- und eine Baseballstation.
Die zahlreich erschienenen Eltern konnten sich während der Pausen bei Kaffee und Kuchen an den Tischen der Aula unterhalten oder auch zusehen, wie ihre Kinder von engagierten Schülerinnen höherer Klassen geschminkt wurden.
Frei nach dem Motto ?Ob groß oder klein ? Bewegung muss sein!?, hatten an diesem Tag auch die jüngeren Geschwister der Fünftklässler die Möglichkeit das Friedrich-Dessauer-Gymnasium kennen zu lernen. Neben dem Wettbewerb konnten nämlich alle Anwesenden einen in einer Turnhalle aufgebauten Geräteparcours durchlaufen. Hier wurde nicht nur geklettert und geturnt; die Schüler der Oberstufe sorgten durch ihr Engagement und ihre Hilfestellung dafür, dass sich niemand verletzte. Durch die Übernahme von Verantwortung beeindruckten allerdings auch jüngere Schüler.
Flugblätter gegen Hitler
Im Dritten Reich gab es einige wenige Widerstandsgruppen gegen das Nazi-Regime, die wohl bekannteste ist die Weiße Rose. Ab dem Jahre 1942 verbreiteten ihre Mitglieder, darunter die Geschwister Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf, sechs verschiedene Flugblätter, die die deutsche Bevölkerung zum Widerstand aufriefen und Freiheit und Demokratie in ganz Europa forderten.

Viele Mitglieder wurden nach der Entdeckung der Weißen Rose zum Tode verurteilt, doch einige von ihnen entgingen der Todesstrafe und geben uns heute die Möglichkeit durch Zeitzeugengespräche von ihren Taten als Widerstandskämpfer zu berichten, so auch Franz Josef Müller.

Franz Josef Müller, geboren 1924 in Ulm, kam als Schüler in Kontakt zur Weißen Rose und ist maßgeblich an der Verteilung des fünften Flugblattes beteiligt gewesen.

Herr Müller bereist seit den 70er Jahren ganz Deutschland, um seine Erlebnisse in
Zeitzeugengesprächen wiederzugeben und hat seitdem fast 500 Schulen besucht.
Während seines interessanten Vortrags an unserer Schule, den er immer wieder durch lustige Anekdoten auflockerte und der somit keinesfalls den Charakter eines langweiligen Schulbuchtextes hatte, berichtete er uns viel von seinem Leben und der Situation im Dritten Reich. Gleich zu Beginn seines Vortrags machte er seine Abneigung gegen Adolf Hitler deutlich, indem er Hitler als ?nichtsnutzigen Brüllaffen, der keinen anständigen Beruf gelernt hat? bezeichnete.

Ohne Beschönigungen berichtete er uns, wie seine Widerstandsaktivitäten durch einen Freund, der ebenfalls Mitglied der Weißen Rose war und dem Druck des Verhörs durch die Gestapo nicht mehr standhielt, ans Licht kamen. Daraufhin wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wurde aber nach zwei Jahren Haft 1945 bei Kriegsende von den Amerikanern befreit.
Herr Müller gab uns anschließend die Möglichkeit unsere im Geschichtsunterricht erarbeiteten Fragen an ihn zu stellen. Auf die Frage, ob er an Gott glaube, antwortete er, das Einzige, woran er glaube, sei die Gerechtigkeit.

Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich Herr Müller die Zeit genommen hat, uns seine Erlebnisse mitzuteilen, da wir wissen, dass solche Zeitzeugengespräche in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr möglich sein werden.

Lisa Kampfmann und Linda Pfaff, 10f
"Jugend forscht" und "Schüler experimentieren"
Vom 3. bis zum 4. März fand der diesjährige Wettbewerb von ?Jugend forscht und Schüler experimentieren? in Grafenrheinfeld statt.

Anfangs hatten sich sieben Schüler und Schülerinnen unserer Schule angemeldet. Leider kamen Termine für den Skikurs, Nachwuchs bei den Meerschweinchen und unvorhergesehene Schwierigkeiten beim Thema dazwischen, so dass nur eine Gruppe tatsächlich zum Regionalwettbewerb fahren konnte.

Markus Däsch, Dominik Helm und Killian Scharf vertraten unsere Schule mit
Ihrem ?Tanzenden Roboter? im Bereich Technik. Auch wenn sie sich nicht unter den Besten plazieren konnten, gelang ihnen ein anerkennenswerter Einstieg in diesen Wettbewerb.

Die meisten der zurückgetretenen ?Forscher? haben ihre Teilnahme für den nächsten Wettbewerb schon zugesagt und vielleicht finden sich auch neue Interessenten, so dass unsere Schule wieder mit mehr als vier Arbeiten teilnehmen kann und die Tradition der vergangenen Jahre fortgesetzt wird.
Beachtet die Ankündigung für eine entsprechende Informationsveranstaltung zum Beginn des neuen Schuljahres!

Birgit Hofmann
Vom Fressen und Gefressenwerden - Die Insektarien/Aquarien AG berichtet
Seit den ersten schüchternen Anfängen vor zwei Jahren hat sich mittlerweile einiges getan: Zwei große Becken stehen nun auf soliden, maßgeschneiderten und abschließbaren Unterschränken. Ein Dankeschön geht hier an Herrn Ebner und sein Team.

Beide Becken werden optimal mit vier Lampen, Luft und je einem leistungsfähigen Außenfilter versorgt. Als Star im Goldfischbecken hat sich neben den (immer größer werdenden) Krebsen ein großer Waben-Schilder-Wels eingefunden. Will man ihn bei seinen eleganten Schwimmbewegungen mit aufgespreizten Flossen beobachten, muss man sich in einem ruhigen Moment (am besten bei ausgeschalteten Lampen) an das Becken heranschleichen. Ansonsten hat er sich irgendwo festgesaugt und raspelt die Algen vom Beckengrund oder der Glaswand ab. Häufig findet man ihn wegen seiner exzellenten Tarnung nicht sofort.

Im Becken der einheimischen Fische haben sich nach einer zwischenzeitlichen Einsetzung eines gefräßigen Barsches -ich möchte mich hier in aller Form bei den gestressten Rotfedern u.a. entschul-digen ! - alle Friedfische (die nicht Opfer der natürlichen Nahrungskette geworden sind) gut erholt. Zur Zeit kann man beobachten, wie einer Rotfeder eine angeknabberte Schwanzflosse wieder nach-wächst! Der Barsch wird nun getrennt gehalten und bekommt Brachsenfilet und Regenwürmer aus dem neu formierten Komposthaufen zu fressen. Der Komposthaufen, der sich zwischen den zwei Insektarien befindet, ist durch Eintrag von Holzstücken gut belüftet und riecht nicht einmal! Hier finden Apfelreste und Bananenschalen ihren besten Platz.

Die Massenvermehrung der Stabschrecken weist auf die gute Betreuung durch die Schüler der 5h und 5b hin. Wer schon einmal eine zwölf Zentimeter große Stabschrecke bei der halbstündigen Häutung beobachtet hat, weiß, dass sich die Mühe lohnt!

Exklusivrechte für ein anvisiertes Terrarium mit Schildkröten hat sich die Klasse 5h erworben.

Als künstlich angelegte, aber sehr anschauliche Mikro-Ökosysteme bereichern die Exponate den Unterricht in Natur und Technik, Erdkunde und Biologie.

Sehr erfreulich und bemerkenswert ist, dass die Insektarien und Aquarien ein Anziehungspunkt für viele Schüler sind und dass sie von allen Schülern mit Respekt behandelt werden. Auch dienen sie unseren jungen Künstlern als Vorlagen für Bilder.

Abschließend möchte ich den Initiatoren und harten Kern (jetzige Achtklässler) Dank sagen, die sich zuverlässig um die Aquarien kümmern.
Für die Unterstützung der AG durch Herrn Glaab, Frau Bär und durch die Schulleitung sage ich im Namen aller Beteiligten besten Dank!

Höfler