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Weihnachtskarten des FDG erfreuen deutsche Soldaten in Afghanistan
In Zusammenarbeit mit dem Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing fanden über 2000 Weihnachtskarten ihren Weg von unserer Schule zu den deutschen Soldaten, die über Weihnachten in Afghanistan stationiert sind.
Bereits im letzten Schuljahr konnten wir uns mit ca. 150 Karten an dieser Aktion beteiligen. In diesem Schuljahr kamen überwältigende 500 selbstgestaltete Karten zusammen.
Schülerinnen und Schüler der 6. bis 12. Jahrgangsstufe beteiligten sich freiwillig, indem sie Weihnachtskarten, die sie liebevoll selbst gestalteten, beisteuerten.
Diese kleinen und ehrlichen Weihnachtsgrüße erfreuten die Soldaten sehr. Es hab über 100 Antworten des Dankes der Soldaten, die zeigen, wir wertvoll und wichtig diese Aktion ist.

Den besten Eindruck der Freude und Dankbarkeit vermitteln sicherlich die Worte der Soldaten selber.

Ärztin, Kunduz:
?Wir sind hier für die medizinische Versorgung der deutschen Soldaten, aber auch der anderen Nationen zuständig. Wir haben uns über Eure Karten und die Weihnachtsgrüße sehr gefreut. Gerade in der Weihnachtszeit so weit von unseren Familien entfernt zu sein, haben uns Eure Karten Kraft gegeben. Es war schön zu lesen, dass Menschen, auch wenn sie uns nicht persönlich kennen, an uns denken. (...) Viele Grüße auch an Deine Klasse, auch ihnen allen herzlichen Dank für die tollen Karten.?
Oberarzt, Kunduz
?Ich bin nur einer von vielen Soldaten, die hier in AFG sind. Deine Karte lag bei uns in der Gottesburg. Das ist ein Zelt, umgebaut zu einem Gotteshaus. Dort können wir beten und wer mag auch mal eine Kerze anzünden. Wir haben alle Karten gelesen und einige gezogen, um sie zu beantworten. Also hier noch einmal herzlichen Dank für die schöne Karte. Liebe Hanna, leider kann ich Dir von hier nichts annähernd so schönes schicken, deshalb nur die Postkarten.?
?Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, dass Du eine Antwort auf Deine Weihnachtsgrüße erhälst. Wir, die Soldaten in Kunduz/AFG haben Deinen Brief gerne gelesen und haben uns sehr gefreut. Die Bilder sind sehr schön. Du kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen, wie schön es ist, liebe Grüße aus der Heimat zu bekommen. (...) Dank der vielen Gebete und der lieben Wünsche von Euch aus Deutschland konnten meine Team und ich einigermaßen friedliche Weihnachten hier erleben.?

Polizist, Masar-e-Sahirf
?Es war diesmal das erste Mal, dass ich über Weihnachten weg war. War schon etwas traurig gestern Abend. Aber als ich gelesen habe, dass Du für uns betest und an uns denkst, ging es mir gleich besser. Wir sind hier ein Team bestehend aus ca. 50 Mann und unser Hauptauftrag ist die Ausbildung der afghanitschen Soldaten, damit diese ihr Land aus eigener Kraft irgendwann einmal beschützen können ohne unsere Hilfe. Ich denke, das ist der richtige Schritt, damit die Bevölkerung irgendwann wieder sorgenfrei leben kann. Weißt Du, in AFG herrscht seit Jahren Krieg und die Leute hier haben es verdient endlich in Frieden zu leben. Ich war schon einmal hier und habe soviel Elend gesehen, Armut, ganz schlechte hygienischen Zustände, Krankheiten. Kinder können keine Schulen besuchen, vor allem in ländlichen Regionen, da der Weg zur nächsten Schule zu weit wäre. Außerdem müssen sie daheim helfen, damit ihre Familie überleben kann. Heute ist ein irre schöner Tag. Wir haben fast 20 Grad, Sonne pur. Jedoch geht es nachts bis auf -1 Grad runter. Als wir im Sommer herkamen, hatten wir teilweise 55 Grad, dazu noch unsere Ausrüstung mit Weste (ca. 30kg), körperlich ganz schön anstrengend.?
Soldat, Masar-e-Sharif
?Vielen Dank für Deinen netten Brief, den ich mit großer Freude gelesen habe und natürlich auch vielen Dank für die Geschenke, die ihr uns geschickt habt. Im Augenblick, da ich diesen Brief schreibe, trinke ich den Tee, den du mitgeschickt hast. Eine schöne Idee, denn ich trinke gerne und viel Tee und es kommt tatsächlich so ein bisschen Weihnachtsstimmung auf. (...) Wir sollen der afghanischen Armee dabei helfen, eine neue, funktionierende Armee aufzubauen, die in der Lage ist, der Bevölkerung und der gewählte Regierung die Sicherheit im eigenen Land zu garantieren. Das hört sich für dich bestimmt seltsam an, aber es ist tatsächlich ein so anderes Land, eine so andere Kultur hier, dass eigentlich nichts mit Deutschland oder Europa vergleichbar ist. In vielen Gebieten können die Menschen nicht ohne Angst auf die Straße gehen, wenn nicht Sicherheitskräfte, also Armee oder Polizei, präsent sind. Diese Kräfte werden gerade erst aufgebaut und wir bilden sie aus, beraten sie, helfen ihnen, begleiten sie ständig, sodass sie eines Tages ihre Aufgaben hoffentlich selbständig erfüllen können. Das heißt, wir arbeiten Tag für Tag mit ihnen zusammen und sind mit Rat und Tat an ihrer Seite, was auch passiert. Das ist sehr fordernd und anstregend, aber auch unglaublich interessant. Denn man lernt so viel über eine andere uns fremde Kultur, die man verstehen lernen muss, um als Mentor seine Arbeit machen zu können."
Soldat
?Da freut man sich ganz besonders über Aktionen, wie die Eure und ich habe mich auch ganz persönlich über Deinen netten Brief gefreut. Zu hoffen und zu wissen, dass vielen Menschen in Deutschland an uns denken, oder das in einem Brief wie dem Deinen tatsächlich gesagt zu bekommen - glaube mir, dass es für uns und insbesondere hier im Einsatzland einen riesigen Unterschied macht. Daher nochmals Danke. Du hast mir mit Deinem Brief wirklich eine große Freude gemacht. Oftmals sind es Kleinigkeiten und kleine Aufmerksamkeiten, die einen großen Wert besitzen. Ich werde Deinen Brief in jedem Fall mit meinen anderen Einsatzerinnerungen aufbewahren. Sei versichert, dass du mit dieser kleinen Geste eine große Wirkung erzielt hast, auch wenn es Dir oder anderen vielleicht schwer nachvollziehbar erscheint.?

Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Aktion so erfolgreich war.
StRin U. Bußmann