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Französisch am FDG



Inhalt


Die Fachschaft stellt sich vor
Französich - wozu?
Bin ich ein "Französisch-Typ"?
Austausch
Schülerhilfen
Frankreichaustausch 2013
Hier können Sie noch einmal das Programm zum diesjährigen Besuch der französischen Schüler nachlesen.
Die Fachschaft stellt sich vor

Die Franzosen sind unsere Nachbarn, ob wir wollen oder nicht. Damit sie unsere Freunde werden und bleiben, sollten Franzosen wie Deutsche die Sprache des jeweils anderen Volkes lernen. Nur so können wir uns verständigen, den Standpunkt und die Mentalität des anderen besser verstehen und akzeptieren. Mit Englisch allein funktioniert das nicht! Nur die Muttersprache gewährt einen Blick in die Seele eines Menschen.

Eine kleine Kostprobe direkt aus dem Leben gegriffen: wenn es ums kleine Geschäft geht, sagt Klein-Helmut zu seiner Mutter: ?Mama, ich muss mal!? Aber wie klingt dieselbe Situation auf französischer Seite? Dort flötet der Sohnemann: ?Maman, j?ai envie de faire pipi!? ?Mama, ich habe Lust zu?!? Welch? gravierender Unterschied! Die Deutschen müssen, die Franzosen haben Lust drauf! Dieser kleine Sprachvergleich zeigt schon, wie verschieden es in unseren beiden Nationen zugehen kann, obwohl die geographische Nachbarschaft dies auf den ersten Blick vielleicht nicht hätte vermuten lassen.
Man kann wahnsinnig vieles entdecken bei unseren Nachbarn, und die Sprache hilft uns dabei. Entdecken ist das Stichwort, deshalb auch der Titel unseres Lehrbuches: Découvertes, ?Entdeckungen?. Wir Französischlehrer am FDG möchten die Lernenden und ihre Eltern auf diesen Entdeckungen helfend begleiten.
Viel Spaß dabei!
Was bring mir Französisch?

Beruflich
Obwohl die Franzosen dies gerne anders sehen, Französisch spielt nicht mehr die Rolle als Welt-sprache wie noch vor einem halben Jahrhundert oder noch früher. Englisch hat alles überrollt! Aber wenn man die Karte betrachtet, erkennt man, dass es so unbedeutend auch nun wieder nicht ist. Vor allem als Verkehrssprache ist Französisch vor allem in Afrika noch sehr wichtig. Und dies gilt für an die 200 Millionen Menschen auf der Welt!

Doch mit solchen Argumenten kann man Kinder und Jugendliche nicht überzeugen, eine zugegeben grammatisch anspruchsvolle Sprache zu lernen. Denn die Chance oder das Risiko, einmal in Ouagadougo (Burkina Faso) oder selbst in Montréal (Kanada) zu landen, beruflich oder als Tourist, ist vergleichsweise klein. Aber schon ein Blick auf folgende Karte zeigt, dass wir Deutschen es in unmittelbarer Nachbarschaft mit frankophonen Völkern zu tun haben: Frankreich, Belgien, die Schweiz und Luxembourg. Da sieht die Sache doch gleich schon ganz anders aus. Denn mit diesen Nachbarländern gibt es nicht nur gemeinsame geschichtliche Wurzeln, sondern vielfältige Kontakte in allen Bereichen. Auf Reisen oder auch im Beruf kann man Französisch gut brauchen, und manchmal geben einschlägi-ge Sprachkenntnisse gegenüber einem Mitkonkurrenten den Ausschlag.

Frankreich ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Zahllose Unternehmen wie Airbus, Siemens oder Bosch sind in beiden Ländern aktiv. Und Kunden gewinnt man natürlich leichter, wenn man deren Sprache spricht. Der deutsch-französische Arbeitsmarkt ist der größte in Europa. 400 000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom wirtschaftlichen Austausch mit Frankreich ab. 1.400 französische Unternehmen sind in Deutschland angesiedelt. 2.700 deutsche Unternehmen sind in Frankreich angesiedelt. 120.000 Deutsche arbeiten in Frankreich. Das sind die Fakten. Es könnte also sein, dass das Französische doch nicht ganz so nutzlos ist wie man vielleicht meinen könnte. Werfen wir einen Blick in eine vom Auswärtigen Amt verfassten Broschüre.























Vor lauter guten Argumenten werden Sie jetzt vielleicht fragen: Und wo bleibt der Spaß? Der Spaß kommt mit dem Lernerfolg. Wer genügend Talent mitbringt und motiviert und fleißig ist, der wird auch erfolgreich sein, und dann steht dem Spaß nichts mehr im Weg.
Bin ich ein Französischtyp?

Das für eine moderne Fremdsprache geeignete Kind

  • ist eher spontan, kann Gehörtes schnell zusammenfassen, es sucht den praktischen Nutzen sofort

  • es redet gerne und ist eher extrovertiert, lernt lieber durch Nachahmung und geht intuitiv?unbewusst vor

  • es interessiert sich weniger für Geschichte und Philosophie, mehr für aktuelle Inhalte

  • es hat auch im Englischunterricht gute Erfahrungen gemacht; das Fach liegt ihm, und er hat es gerne

  • zwei Fremdsprachen sind ihm wahrscheinlich genug / drei würden ihn überfordern, er weiß jetzt schon, dass er den naturwissenschaftlich-technologischen Zweig wählen wird

Rein ins Land - raus mit der Sprache

Seit es Französisch am FDG gibt, gibt es Austausche, Studienfahrten und Kurztrips mit und in unserem Nachbarland. Denn erst ein Aufenthalt in einem frankophonen Land macht einem deutlich, wofür man gelernt hat, wie viel Spaß es macht, das Gelernte in der Praxis anzuwenden, und motiviert einen für neue sprachliche Entdeckungen. Über zehn Jahre lang pflegten wir einen Austausch mit Aschaffenburgs Partnerstadt Saint-Germain-en-Laye vor den Toren von Paris. Doch leider sind alle Austausche sehr an einzelne Lehrerpersönlichkeiten mit ihren Vorlieben, Sympathien und ganz individuellen Erfahrungen geknüpft, und als die verantwortlichen Deutschlehrerinnen in Frankreich in Rente gingen, bedeutete dies auch das Ende des dazu gehörenden Schüleraustausches. Ersatz fanden wir mit zwei in zweijährigen Turnus wechselnden Austauschen. Der eine verbindet uns mit Perros-Guirec in der Bretagne, der andere mit Bouilly in der Champagne. Teilnehmen können Mädchen und Jungen der 7. und 8.Klassen, wenn sie und ihre Familie bereit sind, eine Französin oder einen Franzosen eine Woche als Gast bei sich aufzunehmen. Die Studienfahrten führen meistens nach Paris, kürzere Ausflüge gehen häufig nach Straßburg.


Frankreich-Austausch 2013 ? kein Urlaub, besser!



Ein Austausch ist ein Abenteuer. Man weiß nicht, was bzw. wer kommt bzw. zu wem man kommt. Planbar ist wenig, vielleicht die Daten, in unserem Fall: Aufenthalt der Franzosen in Aschaffenburg vom 12. bis 19. April, Gegenbesuch in der Bretagne (Perros-Guirec) vom 9. bis 17. Mai. Doch auch schon die Termine sind auf das französische Schuljahr mit den langen Sommerferien, die schon Ende Juni beginnen, abgestimmt. Wettermäßig hätten die Franzosen im April das schlechtere Ende erwischen müssen, wir mit dem Wonnemonat Mai den Glücksgriff getan. Doch es kam anders. Es kommt immer anders. Doch davon später. Worauf ich hinaus will, ist, dass es eben genau diese Erfahrung ist, nämlich dass nicht alles voraussehbar ist, die einen weiterbringt, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht. Es kann schon mal passieren, dass man tagelang Hummer vorgesetzt bekommt, wovon andere träumen, was einem aber nichts hilft, wenn man selber gerne Pizza essen würde. Oder dass die ganze Familie einer Zockerbude gleicht, wo Vater und Söhne ihre ganze Freizeit vor dem Computer verbringen. Oder man in einer Familie mit geschiedenen Eltern landet und ein paar Tage bei der Mutter verbringt, dann zum Vater zieht. So ist das Leben eben. Andererseits kann es auch passieren, dass es einen in ein großes Haus direkt am Meer verschlägt, die Geschwister oder die Oma des Austauschpartners sich als der Sechser im Lotto entpuppen. Das Zauberwort heißt ?Anpassung?. Wer sich nicht auf die verschiedenen Situationen einstellt bzw. seine Wünsche äußert oder klipp und klar sagt, was er will, für den kann so ein Austausch schon auch zu einer Härteprobe werden. Aber für viele ist auch das eine wertvolle Erfahrung, die einen in jedem Fall weiterbringt, mehr als alle Hochglanz-Urlaube zusammen. Wie bei einer normalen Reise üblich haben auch wir Programm gemacht. Wir waren auf dem Mont Saint-Michel, in Saint-Malo, haben einen schöne Wanderung an der Côte du Granit Rose gemacht, sind mit dem Schiff zu den Sieben Inseln gefahren ? so heißt übrigens auch unsere Partnerschule: Collège Les Sept- Iles, ?Schule der Sieben Inseln? schön, nicht? ? einige Hartgesottene haben sogar im Meer ?gebadet?, wenn man ein einmaliges Eintauchen bei 14°Grad Luft- und Wassertemperatur als Baden bezeichnen kann, aber na gut. Doch über all? diese bekannten touristischen Aktivitäten hinaus, haben wir eben auch das Leben in einer französischen Familie kennen gelernt und konnten einen Einblick in das französische Schulleben gewinnen, wenn wir nicht wegen Störung des Unterrichts vorzeitig rausgeschmissen worden wären, gell?? Wo kann man das sonst, wenn nicht anlässlich eines Austausches. Und das Wetter? Die Franzosen hatten bei ihrem Besuch das große Los gezogen, es war der Frühling wie er im Buche steht, wir in der Bretagne sind wenigstens fast nicht nass geworden und können bestätigen, was die Redensart meint:

?Auch in der Bretagne gibt es schönes Wetter, sogar drei Mal am Tag.?











Der Mont Saint-Michel




Sport verbindet
Schülerhilfen

Französisch ist wie jede andere Fremdsprache kein Zuckerschlecken. Es braucht Motivation, Talent, aber vor allem auch Disziplin, Einsatz, Durchhaltevermögen und regelmäßiges Üben des Gelernten. Denn nur wer mitreden kann, hat Spaß an der Sache. Erfolg führt zu weiterer Motivation, und die zu weiteren Erfolgen. Solltest du einmal eine Zeit lang nicht so bei der Sache gewesen sein - das kann vorkommen -, wirst du dich irgendwann mal hinsetzen müssen, um deine Defizite aufzuarbeiten. Dazu gibt es neben der klassischen Nachhilfe auch folgende Hilfsmittel:

Natürlich beim Klettverlag, da auch unsere Lehrbücher von dort stammen!

Wie du siehst, gibt es sehr viele Materialien. Wenn du unsicher bist, frage doch deine(n) Französisch-Lehrer(in), was für dich am besten ist.

Tipp
Ein gutes Internet-Wörterbuch für Französisch ist die französiche Version des beliebten Wörterbuchs LEO.