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Schulgeschichte
16.11.1832
Die Kgl. Regierung des Untermainkreises in Würzburg teilt dem Stadtmagistrat zu Aschaffenburg und zu Schweinfurt mit, dass in jeder dieser Städte eine Gewerbeschule errichtet werden solle, und ersucht, die nötigen Vorarbeiten zu beginnen.
23.08.1833
Einstimmig beschlossener Antrag des Stadtmagistrats zu Aschaffenburg an die Kgl. Regierung auf Errichtung einer vollständigen Landwirtschafts- und Gewerbschule (Fachschule mit drei Kursen, die als »Technisches Gymnasium« eine höhere technische Ausbildung ermöglicht und das Reifezeugnis für das Weiterstudium an einem technischen Lyzeum oder einer Hochschule verleiht).
24.11.1833
Entschließung des Staatsministeriums des Innern: Der Antrag vom 23. 8. 1833 »wird sehr gerne genehmigt«
27.12.1833
Feierliche Eröffnung der Schule mit Vorstellung des Rektors und der Lehrer. Unterricht im Gebäude der 1832 aufgelösten Forstlehranstalt im »Sonnengarten« (Ecke Weißenburger und Kolpingstraße)
1835
Angliederung des 3. Kurses. Name der Schule:
Kgl. Landwirtschafts- und Gewerbeschule I. Klasse zu Aschaffenburg.
1835/36
Angliederung der Handwerker-Feiertags-Zeichenschule als Nebenschule
09.02.1836
Unterricht in Handelskunde genehmigt
04.04.1836
Unterricht in den Realien (Deutsche Sprache, Geschichte und Erdkunde) erhält den gleichen Rang wie die technischen Lehrfächer
07.09.1836
Erstmals Reifeprüfung für den obersten Kurs
1836
Unsere Schule als Ausgangspunkt der von Rektor Dr. Kittel begründeten und etwa 30 Jahre fortgeführten Seidenraupenzucht am Untermain.
1936/37
Mehr als 100 Schüler an der Schule.
1846/47
Erweiterung des Schulgebäudes
28.05.1851
Errichtung einer mechanischen Werkstätte für den praktischen Unterricht genehmigt
1861
Einführung von Schulgeld
26.04.1864
Dank- und Freudenfeier in Anwesenheit von König Ludwig I.: Stadt und Fürstentum Aschaffenburg 50 Jahre mit der Krone Bayern vereint.
14.05.1864
Eine Allerhöchste Verordnung bestimmt: Aufhebung der Landwirtschaftsabteilung, Umwandlung der bisherigen Fachschule in eine öffentliche Unterrichtsanstalt, die eine angemessene Allgemeinbildung und eine theoretische Vorbereitung zunächst für den Eintritt in das Gewerbe bietet.
Neue Schulordnung mit einheitlichen Lehrplänen für das Land Künftige Bezeichnung der Schule: Kgl. Gewerbeschule zu Aschaffenburg
Abschaffung des Absolutoriums an den Gewerbeschulen, Übergang des Prüfungsrechts auf 6 neu geschaffene Realgymnasien (u. a. in Würzburg)
14.07.1866
Preußische Truppen erobern Aschaffenburg, Straßenkämpfe neben dem Schulgebäude, Unterricht für mehrere Wochen unterbrochen.
1866/67
Schülerzahl sinkt auf 31.
21.04.1868
Angliederung einer Handelsabteilung. Etwa ein Drittel der Schüler besucht durchschnittlich diese Abteilung.
Neuer Titel der Schule:
Kgl. Gewerb- und Handelsschule zu Aschaffenburg
7.09.1868
Errichtung der Gewerblichen Fortbildungsschule (als Ersatz und zur Ergänzung der Sonntagsschule und zur Fortbildung ehemaliger Schüler der Gewerbschule). Sie steht als Nebenschule unter der Leitung und Aufsicht des Rektorats der Gewerbschule.
18.06.1869
Allerhöchste Verordnung: Absolutorium an den Gewerbschulen wird wieder eingeführt. Nicht zuletzt wegen der mit der Prüfung verbundenen Berechtigungen steigt die Schülerzahl binnen zwei Jahren erneut auf über 100 an. Der Bestand der Schule ist damit wieder gesichert.
01.10.1870
Neue Schulordnung: Die von vielen Lehrern geforderte Umwandlung der dreikursigen Gewerbschule in vierkursige und die Abschaffung der Handelsabteilung erfolgen nicht. Künftige Bezeichnung der Schule:
Kgl. Gewerbschule (mit Handelsabteilung) zu Aschaffenburg
1871
Disziplinarstrafen werden gemildert, Körperstrafen abgeschafft, Preisverteilung am Schluss des Schuljahres wird ebenfalls abgeschafft.
07.01.1875
Verleihung pragmatischer Rechte an die wirklichen Lehrer der technischen Unterrichtsanstalten und damit Gleichstellung mit den übrigen akademisch gebildeten Staatsbeamten.
29.04.1877
Allerhöchste Verordnung: Umwandlung der Gewerbschulen in 6kursige Realschulen, die »eine höhere bürgerliche Bildung auf sprachlich- historischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlage zu gewähren und zu religiös sittlicher Tüchtigkeit zu erziehen« hatten.
Neuer Name unserer Schule:
Kgl. Realschule zu Aschaffenburg
1879/80
Erstmals Gesangunterricht (auf freiwilliger Basis) mit 79 Schülern
1882/83
50 Jahre seit dem Bestand der Schule, Ausbau zur ökursigen Realschule beendet.
Am Schluss des Schuljahres Festgottesdienst, Festakt und Wanderung aller Mitglieder der Schule in die Umgebung der Stadt. Dort Abschluß mit einer fröhlichen Veranstaltung.
Bisher wurde die Schule besucht von 4307 Gewerb- und Realschülern und 6647 Fortbildungsschülern bzw. Schülern der Handwerker-Feiertags-Schule.
1887/88
Mehr als 200 Schüler an der Schule, davon im 1. Kurs 73 (keine Teilung!)
11.01.1888
Erstmals Teilung des 1. Kurses in 2 Abteilungen (37 und 36 Schüler).
1894
Anbau an das Schulgebäude wird bezogen.
01.01.1895
Rektoren der Realschulen zu Aschaffenburg, Kissingen, Kitzingen und Schweinfurt erhalten Rang und Gehalt von Gymnasialprofessoren »allergnädigst verliehen«.
30.10.1904
Errichtung einer Handelsabteilung
14.07.1907
Gründung von 9 Oberrealschulen in bayerischen Städten (darunter auch in Würzburg) aufgrund Allerhöchster Verordnung
1907/08
75. Schuljahr seit der Gründung unserer Schule: Schuljahresschlussfeier mit Festakt
Der Jahresbericht 1907/08 wird eingeleitet mit Worten »eines heimischen Ingenieurs« namens Friedrich Dessauer, der damals 27 Jahre alt war.
1909/10
Zum ersten Male mehr als 300 Schüler
1. Kurs mit 109 Schülern in 2 Abteilungen.
1910
Auflösung der 1868 gegründeten und seither der Realschule als Nebenschule angegliederten Gewerblichen Fortbildungsschule, die in 42 Jahren von mehr als 5000 Lehrlingen besucht wurde.
1. Kurs zum erstenmal dreizügig (je 41 Schüler)
02.12.1912
Feierlicher Einzug in das durch einen Anbau erweiterte Gebäude der 1910 aufgelösten Forsthochschule an der Alexandrastraße. Erste schuleigene Turnhalle entlang der Wermbachstraße.
1914- 1918
Ein Viertel bis ein Drittel der Lehrkräfte zum Kriegsdienst einberufen. Unterrichtsausfall durch Mangel an Heizmaterial (1916/17) und Belegung der Schule mit Truppen (1918) und Verwundeten.
1917/18
Mehr als 400 Schüler
Nov. 1918
Bezeichnung der Schule: Realschule Aschaffenburg
01.12.1918
Einsetzung eines Schülerausschusses
1919
In Bayern: 20 000 Gymnasiasten in 48 Vollanstalten
30 000 Realschüler in 18 Real- und Oberrealschulen
01.02.1919
Einsetzung eines Elternbeirats
1920/21
Kurzschuljahr: Umstellung vom Herbst- auf den Frühjahrsbeginn
Mehr als 600 Schüler
Aufgrund einer Ministerialentschließung vom 24.05.1919 werden erstmals Mädchen aufgenommen.
1922/23
Anbau eines Westflügels an das Schulgebäude mit 8 Klassenzimmern
Angliederung einer 7. Klasse (Oberstufe)
17.03.1923
Ministerialentschließung: 10 bayerische Realschulen werden zu Oberrealschulen erhoben.
Damit führt auch die Realschule Aschaffenburg die neue Bezeichnung: Oberrealschule Aschaffenburg
1923/24
1. Fremdsprache: Englisch (bisher: Französisch)
1924/25
Mehr als 800 Schüler
1925
Erste Reifeprüfung an der Schule
Unfallversicherung für alle Schüler
1925/26
Mehr als 900 Schüler
1927/28
Einführung des Schulsparens
1930
Erstmals Sammlung für die Jugendherbergen
1931
1. Klasse dreizügig (je Abteilung um 60 Schüler!)
1932
Arbeitslosigkeit: Von den etwa 700 Eltern, deren Kinder unsere Schule besuchen, sind ungefähr 150 arbeitslos
1933/34
Feier des 100jährigen Bestehens der Schule
15. Juli: Festakt, Enthüllung der Gedenktafel für die Gefallenen, Festabend
1. Fremdsprache: Französisch (statt Englisch)
16.07.1944
Festgottesdienste, Weihestunde für die Gefallenen, Konzert im
Schöntal, Tanz in den Frohsinnsälen
17.07.1944
Dampferfahrt nach Klingenberg
Jahresbericht: 99,6% der Schülerinnen und Schüler sind Mitglied des BdM, der HJ usw.
Verringerung der Klassenzahl von 9 auf 8; daher verlassen in diesem Jahr zwei Abiturientenjahrgänge die Schule.
Die Handwerker-Zeichenschule (1835 als Handwerker-Feiertags-Zei-chenschule angegliedert) wird letztmals nominell als Nebenschule geführt, nachdem der Unterricht bereits 1928/29 wegen zu geringer Nachfrage eingestellt worden war
1. Fremdsprache: Englisch (statt Französisch)
Im Zusammenhang mit der »Neugestaltung des höheren Schulwesens« wird die Schule in eine Oberschule übergeführt, zunächst beginnend mit der 1. Klasse. Vorläufige Bezeichnung:
Oberrealschule, Oberschule i. E. Aschaffenburg 1. Fremdsprache: Englisch, 2. Fremdsprache: Latein Mädchen werden nicht mehr aufgenommen. Bezeichnung der Schule: Oberschule für Jungen Aschaffenburg
Umstellung des Schuljahresbeginns und den Herbst (Langschuljahr: 28.3. 1940-16.7. 1941)
Schule zunehmend im Dienst des totalen Kriegs: 10 Lehrkräfte leisten Kriegsdienst, 48 Schüler als Luftwaffenhelfer in Hanau eingesetzt und mit 18 Wochenstunden unterrichtet, 57 Schüler zu Reichsarbeitsdienst und Wehrmacht eingezogen. Vormilitärische Ausbildung, Ernteeinsätze, Altstoffsammlungen reduzieren den Unterricht.
Einfluss des Krieges auf den Schulbetrieb vergrößert sich rasch, Abgang vieler Schüler mit bloßem Reifevermerk, Durchhalteappell im Jahresbericht
27.09. - 21.11.1944
Bombenangriffe, die das Schulgelände fast völlig zerstörten
ab Januar 1945
Errichtung von Schulfilialen in Hösbach, Mömlingen, Obernburg und im Stadtbetriebsamt Aschaffenburg
25.03.1945
Palmsonntag, Osterferien: Beginn des Kampfes um Aschaffenburg
03.04.1945
Kapitulation der »Festung Aschaffenburg«, Schulbetrieb liegt auf Monate hinaus still.
10. 12. 1945
Wiederbeginn des Unterrichts im Gebäude der Lehrerinnenbildungsanstalt an der Grünewaldstraße.
Raumnot, Schichtunterricht, Mangel an Lehrkräften, Lehrbüchern, Anschauungsmaterial.
Es werden wieder Mädchen aufgenommen.
1946
Bezeichnung der Schule: Oberrealschule Aschaffenburg
05.05.1947
Beginn der Schulspeisung für 678 Schülerinnen und Schüler, Fortführung bis 1948/49.
18.07.1949
Umzug in den notdürftig instand gesetzten Teil des Schulgebäudes an der Alexandrastraße, der früher die Forsthochschule beherbergt hatte. 11 Klassenzimmer für fast 1000 Schüler in 25 Klassenabteilungen.
1949/50
1. Klasse erstmals fünfzügig
1951/52
Zum erstenmal mehr als 1 000 Schüler an der Schule
27.02.1953
Aufgrund eines Beschlusses des Bayerischen Landtags ist Aufnahme von Mädchen an der Oberrealschule Aschaffenburg (Knabenschule!) grundsätzlich nicht möglich.
1954/55
Jahresbericht zur Raumsituation: Die Schule erhält nur Weisungen, aber keine neuen Räume.
1957/58
Ruinen der nicht wieder aufzubauenden Gebäudeteile an der Alexandrastraße (Bautrakte von 1913 und 1923) werden beseitigt.
24.03.1958
Ministerialentschließung: In die Oberstufe können Mädchen aufgenommen werden.
18.11.1958
Einzug eines Teiles der Klassen in den Schönborner Hof, dadurch Unterrichtsverhältnisse deutlich verbessert
1959/60
Teilung der Reifeprüfung in Vorprüfung und Hauptprüfung
1960/61
Erstmals Konzentrationstage (später: Studientage in den Abitur-
klassen)
Eine 6. Klasse (6c) wird als sogenannte Abschlussklasse geführt.
1965
Angliederung eines neusprachlichen Zweiges
Zählung der Klassen nicht mehr von 1 bis 9, sondern von 5 bis 13
03.08.1965
Aus der Oberrealschule Aschaffenburg wird das Gymnasium an der Alexandrastraße Aschaffenburg
20.10.1965
Die Schule erhält den Namen des Ehrenbürgers der Stadt Aschaffenburg Friedrich Dessauer.
Die seit dem Schuljahr 1966/67 verfügte Formulierung des Unterrichts nennt die beiden an der Schule geführten Ausbildungsrichtungen gleichgeordnet nebeneinander:
Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg Mathematisch-naturwissenschaftliches und Neusprachliches Gymnasium
01.03.1966
Beginn des Neubaus der Schule im Schulzentrum
07.09.1967
Beginn des Unterrichts im neuen Schulgebäude im Schulzentrum
08.11.1967
Feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes
1969/70
Das Staatsministerium beauftragt unsere Schule und die benachbarte Staatliche Realschule, das Modell einer Kooperativen Gesamtschule zu erproben. Der Schulversuch kommt wegen des Lehrermangels nicht über die Anfänge hinaus und muss eingestellt werden. (17. 11. 1970)
1970
Gründung der Fachoberschule Aschaffenburg. Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium wird Patenschule.
1971/72
5. Jahrgangsstufe erstmals sechszügig: je Abteilung durchschnittlich 42 Schüler.
1972/73
Höchste Schülerzahl seit Bestehen der Schule: 1260
1973/74
Das Gymnasium Hösbach nimmt den Unterricht in drei 5. Klassen mit zusammen 124 von unserer Schule überwiesenen Schülern auf.
Als Patenschule unterstützen wir das neue Gymnasium in den ersten Jahren.
Zahl der an unserer Schule verbliebenen Schüler: 1218
ab 1973
Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium wird als gemischte Schule geführt, d. h. Mädchen können in allen Klassenstufen aufgenommen werden.
1974
Die Allgemeine Schulordnung (ASchO) mit den ergänzenden Bestimmungen für die Gymnasien (EBASchOG) in Kraft
01.01.1975
Volljährigkeit für Jugendliche mit 18 Jahren
1977
Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium wird Seminarschule. Pädagogische Seminare werden für folgende Fächer eingerichtet: Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Mathematik, Physik, Sport
1977/78
Kollegstufe: Beginn der Kursphase
In der Kursphase Fünftagewoche
1978
Letzte Abiturprüfung herkömmlicher Art
1979
Erstes Kollegstufenabitur
1979/80
Fünftagewoche auch für die Jahrgangsstufen 5 bis 11
2002
Ausweitung des Namens zu Naturwissenschaftlich- Technologisches und Sprachliches Gymnasium Aschaffenburg , den es bis heute trägt
2008
Schuljubiläum: 175 Jahre