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Benvenuti in Germania!
? Man sieht sich doch immer zweimal im Leben! ? - Mit diesem Satz wurden wir von unseren Lehrerinnen vertröstet, als wir im März letzten Jahres die Heimreise nach Deutschland antraten und so von unseren neuen italienischen Freunden getrennt wurden. Recht hatten sie ja, denn im September 2003 ? ein halbes Jahr nach unserem tränenreichen Abschied aus Vignola - kam das lang ersehnte Wiedersehen. Endlich konnten und wollten wir uns für die allseits bekannte italienische Gastfreundschaft revanchieren. Uns erwartete eine aufregende und abwechslungsreiche Woche, an die wir uns immer gerne erinnern werden. Diese sieben Tage waren geprägt von sehenswerter Geschichte und einem voll gepackten Terminkalender. Unsere Reiseroute führte uns von Aschaffenburg über Frankfurt bis hin nach Bonn, wo auch wir Deutschen viel Neues über diese Städte erfuhren. Denn wer kann schon von sich behaupten, dass er bei Bonn auf einem Dampfer über den Rhein schipperte oder in der Frankfurter Explora seine Sinne auf eine harte Probe stellte? Das Highlight des Austausches war allerdings das Aschaffenburger Oktoberfest, das vor allem bei ?unseren Italienern? Anklang fand. Nicht nur das alljährliche Feuerwerk, sondern auch deutsche Bier fand bei unseren ?Gemelli? Interesse ? so dass wir alle Hände voll zu tun hatten, um zu verhindern, dass sich einige ?Maß?-los überschätzten. Doch das Oktoberfest war nicht der einzige Ort, an dem sie von dem Duft des Bieres betört wurden, da unsere Abschiedsfeier in der Eder-Brauerei Großostheim stattfand. Denn während der Führung durch die Produktionshallen hatten wir überall den penetranten Geruch der Maische in der Nase. Am Ende des Tages folgte ein gemeinsames Essen, bei dem neben den Schülern auch die Lehrer beider Seiten sowie unser Direktor Herr Behütuns anwesend waren. Anschließend ließen wir Schüler den Abend ohne Lehrer ausklingen, an dem viel gelacht aber auch geweint wurde, da der gefürchtete Abschied in greifbare Nähe rückte. Dann war es also soweit: Ein zweites Mal mussten wir uns leider von unseren neuen ?Familienmitgliedern? trennen, doch diesmal vielleicht sogar für immer..., denn diesmal wird uns kein Satz aufmuntern können.
Abschließend können wir jedem nur empfehlen, an einem solchen Austausch teilzunehmen, da man nicht nur die eigenen Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch eine andere Kultur durch die jeweilige Gastfamilie kennen lernt.


Anne Ostheimer, Kristine Avram (11a)