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Unsere Partnerschule in Kishuro in Tansania
Konto für Unterstützung:
Sparkasse Aschaffenburg
BLZ 795 500 00
Konto 842 65 79 Stichwort "Hilfe für Kishuro"



Einige Bilder von unserer Partnerschule finden Sie in der » Bildergalerie: Partnerschule Kishuro.


Kishuro-ein Dorf im Abseits

Die Initiative für das Projekt ?Jipe Moyo? entstand vor 6 Jahren aus dem Engagement des damals in dem tanzanischen Dorf Kishuro eingesetzten Pfarrers Father Dr. Gosbert Byamungu.
Kishuro befindet sich in einer äußerst peripheren Lage weit abseits von jeglicher moderner Infrastruktur. Weder Strom noch Telefon verbinden den Ort mit dem Rest der Welt, selbst das nächste Postamt ist ca. 40 km entfernt gelegen; unter den gegebenen Straßenbedingungen ist man dorthin ca. 1-2 Stunden mit dem Auto unterwegs.
Ein Großteil der Bevölkerung des Ortes ist der Staatssprache Kiswahili nicht mächtig. Dies erklärt sich zum einen daraus, dass keine Schule in erreichbarer Nähe ist. Zum anderen wird diese Gegend von einer großen Anzahl von überwiegend ruandischen Flüchtlingen bewohnt, für die keine integrativen Bildungsprogramme angeboten werden. Die fehlenden Bildungsmöglichkeiten führen die Bevölkerung und vor allem die Kinder immer wieder in eine Sackgasse.
Bukoba, die am besten ausgestattete Stadt in dieser Region, liegt ca. 120 km bzw. 3-4 Stunden Autofahrt von Kishuro entfernt. Öffentliche Verkehrsverbindungen dorthin gibt es nicht.

Jipe Moyo

Angesichts der Situation in Kishuro beschloss Father Gosbert, zusammen mit den Dorfbewohnern eine Schule aufzubauen. Mit vereinten Kräften und der finanziellen Unterstützung von einigen europäischen Freunden wurde der Schulbau begonnen.
Nachdem Father Gosbert in die Schweiz versetzt wurde, mangelte es der Schule an Engagement und an finanzieller Unterstützung.
Im September 2001 hat Father Gosbert zum Wiederaufleben des Projektes deutsche Lehrerinnen nach Kishuro geholt. Sie stellten den Schulbau fertig und entwickelten in Zusammenarbeit mit ugandischen und tanzanischen Lehrerinnen das Schulkonzept, das sich stark an der Montessori-Pädagogik orientiert. Es heißt: ?Jipe Moyo? - ?Fasse Mut und Kraft? - für die Kinder in Kishuro.
In diesem Sinne hat die Vorschule am 4. März 2002 mit vorerst zwei Klassen eröffnet.

Ziele

Die allgemein sehr schlechte Bildungssituation an staatlichen Schulen Tansanias (Klassenstärken von bis zu 90 Kindern, mangelnde Schulmaterialien, unregelmäßiger Unterricht...) erschweren den Aufbau einer pädagogisch wertvollen Schule.
Auf der Suche nach einem effektiven Bildungs- und Erziehungskonzept wurde das Montessori ? Center in Mwanza kontaktiert. In diesem Zentrum werden Lehrer entsprechend der Idee von Maria Montessori intensiv ausgebildet und stellen eigenhändig die notwendigen Lehr- und Lernmaterialien her.

Auf dieser Basis sollen folgende Ziele verfolgt werden:
- Kinder zu selbstverantwortlichen, kooperations- und kritikfähigen Menschen erziehen
- Kinder langfristig und nachhaltig betreuen
- Kindern das Fundament für einen höheren Bildungsweg und sichere Erwerbsmöglichkeiten u.a. durch das Erlernen der englischen Sprache schaffen
- Staatlich anerkannte Abschlüsse anbieten
- Die Basis für ein notwendiges soziales Gefüge zwischen den Flüchtlings- und Einheimischengruppen herstellen



Aktuelle Brennpunkte

- Fertigbau des Gebäudes für die Vorschulstufe: Klassenräume, Waschräume, Küche, Wohntrakt
- Austattung der Klassenräume: Bodenmatten für die Kinder, Regale, Lehr- und Lernmaterialien
- Ausstattung der Schlafräume: neue Matratzen, Moskitonetze, Bettwäsche
- Fertigstellen der Solaranlage
- Fertigstellung der elektrischen Leitungen
- Fertigstellen der Straßen, da das Personal kilometerlange Fußmärsche in Kauf nehmen muss, um mit allen Sachen an die Schule zu kommen.

Personalsituation

Schwester Denise aus der Schweiz arbeitet als Leiterin des Gesamtprojektes und Verwalterin des Geldes zusammen mit Mister Tegambwage.
Außerdem sind derzeit drei Vollzeitlehrer und drei Praktikantinnen fest angestellt.
Zwei Köchinnen sorgen für das leibliche Wohl , eine Waschkraft, ein Putzmann und drei Angestellte, die die Ställe in Ordnung halten, und ein Wachmann. Die Kinder werden in der Schule verpflegt, es gibt einige Tiere, damit nicht alle Produkte gekauft werden müssen (Kühe, Hühner, Schweine..). Die Eltern müssen Schulgeld bezahlen und die Schuluniform.

Unsere Partnerarbeit

Mindestens dreimal im Jahr finden an unserer Schule Aktionen statt, um die Schule finanziell zu unterstützen. An Weihnachten verkauft die SMV Plätzchen, im Frühjahr kochen wir mit den Schülern afrikanisch und verkaufen das Essen anschließend im Pausenverkauf. Im Sommer waschen wir Autoscheiben und verkaufen in der Fußgängerzone Kuchen und Kaffee. Jederzeit sind Spenden für unser Partnerprojekt herzlich willkommen.

Kostenliste für die Schulausgaben

(1300 Tanzanische Schilling sind 1 Euro)

Montessori-Praktikantin: 35.000 tsch. pro Monat (30 Euro)
Schulgeld + Mahlzeit: 1500 tsch. pro Monat (1 Euro)
Internatskind: 240.000 tsch. pro Jahr (190 Euro)
Eine Raumausstattung: 1000 Euro
Lehrerhaus: 6000 Euro
10 Toiletten.: 500 Euro
Lehrergehalt: 70.000 tsch. pro Monat (60 Euro)
Köchin: 20.000 tsch. pro Monat (18 Euro)
Putzmann: 15.000 tsch. pro Monat (13 Euro)
Angestellter: 9.000 tsch. pro Monat (8 Euro)
Wäscherin: 10.000 tsch. pro Monat (9 Euro)
Wachmann: 15.000 tsch. pro Monat (13 Euro)



Die Eurobeträge sind nur Schätzwerte, da sich der Wechselkurs ständig ändert.


Einige Bilder von unserer Partnerschule finden Sie in der » Bildergalerie: Partnerschule Kishuro.